Erinnerungskultur


Dialoge. 13:25, 2019

Anton Jež wurde 1925 in Ljubljana geboren. Er ist der letzte Zeitzeuge, der noch über seine Gefangenschaft im KZ-Außenlager Überlingen-Aufkirch berichten kann.
Mona Rabofsky entwickelt ihre Arbeit aus der Video-Aufnahme eines Interviews, das Anne-Berenike Rothstein und Michaela Haibl im August 2018 in Ljubljana mit Anton und Dušan Jež führten,
gefilmt von Niklas Knezevic.
In Form einer Dichten Beschreibung fokussiert die Arbeit auf Aussagen zu verschiedenen Ebenen von Zeugnis und Zeugenschaft und bringt diese in Bezug zueinander.       

 

 

 

 

 



 

Auratisch / Kein Signal, 2019

In der Gedenkstätte Goldbacher Stollen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Etwas ist geblieben... 26:19, 2016

 

Research–Projekt; Ausgangspunt: Auftragsarbeit für eine Gedenkveranstaltung im Landesgericht Wien am 26.10.2016 mit Präsentation der vierbändigen Sammlung Lisl Rizy / Willi Weinert (Hg.): Mein Kopf wird euch auch nicht retten. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft.
Im Zuge des Projektes waren 15 Stunden an Interviewmaterial entstanden, die nicht einfach im Archiv landen sollten.


Die Herangehensweise folgt einem Zitat aus Walter Benjamins Passagen-Werk:
„Methode dieser Arbeit: literarische Montage.
Ich habe nichts zu sagen. Nur zu zeigen.
Ich werde nichts Wertvolles entwenden und mir keine geistvollen Formulierungen aneignen.
Aber die Lumpen, den Abfall: die will ich nicht inventarisieren, sondern sie auf die einzig mögliche Weise zu ihrem Rechte kommen lassen: Sie verwenden.“

 

 

 

 

 

Sammeln

 

sich sammeln... 42:28, 2009/2012 

 

 

 

Objekte ausstellen, sammeln und schaffen als bedeutungsstiftende Handlungen.
Gesagtes wird in visuelle Ebenen transportiert: Bilder werden gesammelt, zugeordnet, aneinandergereiht, gestaltet, erinnert, um eine Aussage zu treffen; der Informationsgehalt verdichtet;

In „sich sammeln...“ bediene ich mich kameraethnographischer Methoden, um diese weiterzuentwickeln.

Zur Gliederung des Videos nutze ich unterschiedliche Dingbedeutsamkeiten beschreibende Verben, im assoziierten Bild transportiere ich das neu konstruierte Wissen in Form eines Gefühls, ähnlich einer Intuition.
 

 

 

 

 

 

 

the room is large and very high, 2006 / 2008

Museologie

 

 

 

 

 

 

Vom Isarsprudel angeschwemmt

 

Künstlerisch-forscherisches
Schnittstellen-Projekt im Rahmen des
Performance Art/Performing Art – Festivals Isarsprudel 2012

 

 

 

 

 

 

Foto: Werner Chromecek



 

 

 

 

 

Für das Technische Museum Wien

 

Die Herausforderung, physikalische Zusammenhänge und Abläufe mittels des artverwandten Apparates Kamera in bewegte Bilder zu übersetzen, eröffnet mir Metaebenen, welche ich wiederum in die künstlerische Praxis mit einfließen lasse.

Hinzu kommt die zwingende Reflexion hinsichtlich der Verhältnisse zwischen Objekt und Abbild, sowie des Sammelns und Zeigens auf Objekt- als auch medialer Ebene.

 

Durch diese Herangehensweise entstehen untrennbar mit meiner künstlerischen Arbeit verknüpfte Visualisierungen, welche sich auch innerhalb derselben Themenkomplexe bewegen:

Wie kann ich künstlerische Strategien nutzen um wissenschaftliche Inhalte darzustellen?
In welchen Zusammenhängen stehen Objekt, Abbild als auch Ausstellungsort zueinander?
Welcher Art ist das Wissen, das durch die Schichtungen von Ort, Objekt und Bewegtbild erzeugt und vermittelt wird?
Kann dieses Wissen unsere soziale Gemeinschaft anrühren?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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© Monika Rabofsky